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Sonntag, 2. März 2014

Distemper

Distemper sind eine russische Ska-Punk Band. Und, ich dachte mir, dass ihnen deutlich mehr Bekanntheit und Aufmerksamkeit zustehen sollten.
Zum einen, weil ein Großteil meiner deutschsprachigen Filterbubble (mit einigen Ausnahmen ^^) kein Russisch sprechen. Zum anderen, weil eins mit der russischen Gesellschaft und mit russischer Musik wohl in erster Linie kaum so Konzepte wie Toleranz, Menschenrechte und Antifaschismus verbinden würde.

Mittwoch, 14. August 2013

Überwachung

So, so. Nur 4% aller Deutschen halten Überwachung für ein ernstzunehmendes Problem.

Zeit meine persönliche Ostblock-Story auszupacken.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Eltern

Das Gute daran, bei den Eltern zu Besuch zu sein, ist, dass man dann weiß, dass man wenigstens eine gute Entscheidung in seinem Leben getroffen hat - auszuziehen.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Moskau

Moskau ist für mich: in einem ruhigen Hinterhof stehen, der wie ein Paralleluniversum zu der Hektik der Großstadt wirkt, und zuschauen, wie Menschen Schnee von den verwinkelten Dächern der großen (mit 5-6 separaten Eingängen versehenen) 5-stöckigen Häuser runterschippen.

Ex nihilo nihil fit

Es gibt wohl keine unangenehmere Begegnung, als die zweier Menschen, die sich nichts (mehr) zu sagen haben.

Es gibt wohl keine schmezhaftere Erfahrung, als das Gefühl, grundsätzlich nichts (von Belang) zu sagen zu haben.

Sonntag, 2. September 2012

Die Ästhetik von Unterholz


In Russland gibt es viel... Natur. Doofe Aussage, allein schon weil der Begriff “Natur” so herrlich flexibel ist, sodass ihn jeder gerade so verwendet, wie es ihm passt. In Russland gibt es viel unbebaute Fläche, die mit diverser Vegetation bewachsen ist. Und dazu muss man nicht einmal nach Sibirien sehen, es reicht schon 20-30 km außerhalb von Moskau zu fahren.
Und in Russland wird oft sehr achtlos mit dieser “Natur” umgegangen. Müllkippen im Wald, verdreckte Flüsse, zahlreiche Angler ohne Angelschein. So etwas ist hässlich.

Aber manchmal braucht es eben diesen achtlosen Umgang, damit “Natur” auch als solche aussehen kann.
Zum Vergleich dazu Deutschland (Disclaimer: wie ich es im Vergleich zu Russland sehe und erlebe): auch in Deutschland, z.B. auch um Heidelberg herum, gibt es unbebaute Flächen. Diese sind dann auch mit Vegetation bedeckt. Aber diese sieht dann auch stets sehr gepflegt aus. Den Wäldern fehlt das Unterholz, man kann nahezu problemlos zwischen den Bäumen umherspazieren. Es gibt sinnvoll-seriöse Felder und es gibt eitle-schönlinghafte Rasen, das wirre Kuddelmuddel einer Wiese (mit zig verschiedenen Gräsern und Blumen und kleinen Sträuchern und Mäusehöhlen) sucht man vergebens. Und mit dieser “Natur” geht man auch mit großer Ehrfurcht um. Flussufer sind mit Mülleimern gesäumt, durch den Wald führen ordentliche kleine Pfade, damit man nicht wild rumtrampeln muss, an Feldwegen informieren Tafeln über die hier vorzufindenden Vogelarten.
Versteht mich bitte nicht falsch, ich will die Bedeutung des Umweltschutzes nicht herunterreden und ihn auch nicht ins Lächerliche ziehen. Aber teilweise lässt er “die Natur” derart aufgeräumt wirken, dass sie schon nicht mehr authentisch sein kann, und teilweise kommt durch den respektvollen Umgang mit ihr auch eine große Distanz daher.