Posts mit dem Label Film werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Film werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 27. August 2013

Malina

Malina ist
  • ein Name (eine kurze Internetrecherche* ergab, dass er entweder Hebräischen oder Rumänischen Ursprungs ist). Der den meisten deutschsprachigen Menschen (meine Wenigkeit eingeschlossen) wie ein Frauenname vorkommt, jedoch ein Männername ist. Was mich zur Beobachtung führt, dass zumindest im westeuropäischen Kulturraum nahezu alle Namen, die auf "a" enden, eindeutig weiblich konnotiert sind. Interessant...
  • der russische Begriff für "Himbeere", was mich doch immer stutzen und zugleich schmunzeln lässt, wenn ich dem Wort als Namen begegne
  • ein großartiger Roman von Ingeborg Bachmann, der auch ebenfalls großartig verfilmt wurde
  • ein wunderbares Lied der viel zu unbekannten Goth-Rock Band "Pretentios Moi?"

Samstag, 27. April 2013

Katharsis

Kunst muss einfach weh tun.
Und gut ist sie, wenn der Schmerz bei der zweiten, dritten, zehnten Rezeption nicht nachlässt.

Samstag, 13. April 2013

Leben

"Solltest du normal sein, so führst du irgendein unnatürliches Leben."

"Ich führe gar kein Leben. Ein Leben führen ist traurig; Arbeit, Zuhause, Arbeit, Grab. Ich lebe in der geschützten Welt meiner Träume. Und das Leben? Was soll denn mit dem Leben sein. So gesehen ist das Leben nur ein Fenster, zu dem ich hin und wieder mal rausblicke."

"Und was sieht man da so?"

"Ach, eigentlich nicht viel. Alles irgendwie sehr trüb."

(aus dem russischen Film "Assa", 1987)

Montag, 7. Januar 2013

"Es geht bergab..."

Es ist ein ewiges Thema, das auch fast jeden anzusprechen scheint. Mal ist es der Inhalt von Witzen, mal von ernst gemeinten Horrorszenarien, meistens eine Mischung aus beidem.
Ok, genug der dramatischen Einleitung. Worauf ich hinaus will, ist das Konzept von "wir, als Gesellschaft/Kultur/Art, verdummen alle!".

Freitag, 15. Juni 2012

"But some of the guys want to take photographs."

 Eine Szene, die mich auch nach mehrfachen Wiederholungen immer noch zum Lachen bringt.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Melancholia

Nachdem ich zwei Versuche gemacht hatte, Melancholia im Kino zu sehen (der erste scheiterte daran, dass ich krank wurde, der zweite daran, dass alle Plätze schon 20 Minuten vor Beginn des Films ausverkauft waren), habe ich ihn mir nun auf DVD *hust* angesehen.

Der Film ist... intensiv. Es ist auch einer der wenigen Filme, bei denen mich bombastische Szenen (und musikalische Untermalung mit Wagner macht alles automatisch bombastisch) nicht stören, weil sie nicht übertrieben pathetisch oder effektheischerisch wirken, sondern notwendig erscheinen.
Vor allem den ersten Teil des Films finde ich fabelhaft: die Darstellung von Depression, die sich so ganz und gar nicht mit dem, was man aus anderen Filmen und Medien zu diesem Thema kennt, decken will, aber den Nagel doch so auch den Kopf trifft.
Was die weiteren Teile betrifft, so stellen sie vor allem eine erschreckend nüchterne Analyse der Stadien der Verzweiflung dar. Und das Tolle ist: der Weltuntergang in diesem Film, lässt sich eigentlich durch jedes erdenkbare Ereignis (nicht einmal zwingend negativ) im Leben eines Menschen ersetzen und es ergibt immer noch Sinn.

Was ich auch sehr interessant fand, war es diesen Film mit "Antichrist" zu vergleichen. Denn auch da nähert sich Lars von Trier der Thematik von Depression und analysiert menschliches Verhalten noch viel offensichtlicher in Stufen eines Verarbeitungsprozesses. Aber dies geschieht in beiden Filmen mit einem jeweils so unterschiedlichen Schwerpunkt, dass es nicht im Geringsten abwechslungslos wirkt.

Allerdings bin ich schon sehr auf von Triers nächsten Film gespannt. Denn ich muss gestehen, ich fände es schade, hätte auch dieser die Depression als Kernthema. Das hätte dann schon etwas von einem thematischen Festgefahren-Sein, Lars von Trier nur noch als "der Regisseur, der seine Depressionen auf die Leinwand kotzt".

Obwohl man sich da auch die Frage stellen kann, inwiefern eine eher einseitige inhaltlische Ausrichtung zwingend etwas Negatives sein muss. Monothemathische Autoren, Bands, Regisseure können schließlich auch große Kunst entstehen lassen. Und man könnte sogar ketzerisch die Frage stellen, inwiefern nicht die meisten großen Literaten in ihren berühmten Werken sich sehr stark auf ein Thema oder eine zentrale Fragestellung konzentrierten. Aber das ist eher Stoff für ein Gespräch, denn für einen Blogeintrag.

Welt-Grufti-Treffen

Ich nutze mal die Tatsache, dass sich mein Nachtdienst ruhig gestaltet(*touch wood*), und erzähle vom WGT. Weil es vieles zu erzählen gibt, mache ich es in semi-stichpunktartiger Form.

Bands
Einerseits gab es die, die ich schon vor dem WGT kannte, auf die ich mich wie ein kleines Kind gefreut hatte und die meine Vorfreude auch nicht im Geringsten enttäuscht haben. Diese wären:
  • Henke (sprachlich und in der Bühnenpräsenz unheimlich intensiv)
  • Fliehende Stürme (wunderbar ungesprächig ^^)
  • Adversus (die wunderbar ernste Musik machten, sich selbst aber nicht zu ernst nahmen - und Rosendorn auch den Raum ließen, Kurzgeschichten-Exzerpte vorzutragen)
  • Heppner (ja, etwas sentimentale Musik, aber ich stehe dazu)
  • Arkona (fallen hier etwas aus der Reihe, sind aber (v.a. die Sängerin) abgegangen und haben das Publikum mit dieser Energie angesteckt)
Andererseits - und das ist das Tolle am WGT und auch am Konzept des Pfingstbotens (das Programmheft, äh -buch, wo es zu jeder Band auch eine Beschreibung gibt) - habe ich auch dieses Jahr ein paar Bands für mich entdecken können, die ich vorher entweder nicht kannte (weil sie recht klein und unbekannt sind) oder für die ich mich bisher nicht interessiert hatte. Dazu zählen:
  • Traumtänzer (angenehme Musik, auch wenn die Texte teilweise recht unoriginell ausfallen)
  • Rhombus (toller Goth Rock aus England - sehr zu empfehlen!)
  • Genetiks (eine Mischung aus Wave und Hardcore, machten sich als "Vorband" zu den Fliehenden Stürmen sehr gut)
  • The House of Usher (wieder einmal Goth Rock, aber melancholischer als Rhombus oder auch Sisters of Mercy; höre mich gerade durch die Diskographie)
  • Qntal (die ich bisher komplett unterschätzt hatte; kamen im Centraltheater wunderschön zur Geltung)
Aber das WGT wäre nicht das WGT (sondern ein generisches Festival), gäbe es nur Konzerte und kein
Rahmenprogramm
Da gibt es als Höhepunkte zu nennen:
  •  Ausstellung zweier Künstler im Werk II - der eine Graphiker, mit sehr symbolträchtigen Bildern im Graphic novel-Stil, der andere stellte zahlreiche stark ins Bizarre gehende Plastiken aus Metall in allen denkbaren Formen aus
  • Ausstellung von Stasi-Unterlagen zur Grufti-Szene in der DDR (allein wegen der Schreibweisen: "Gruftys", "Krufties" und "Goortiks" (sic!) sehenswert), wo auch ausschnittsweise der auch ansonsten sehr sehenswerte Defa-Film "Unsere Kinder" gezeigt wurde
  • Stummfilm "Berlin - Sinfonie einer Großstadt", der in Bildgewalt und dem Arbeiten mit Symbolik die meisten heutigen Filme übertrifft, stilecht mit musikalischer Untermalung
  • Vortrag "Genderrollen und Ästhetik in der Heavy Metal Szene" mit anschließender Diskussion. Der Vortrag war spannend, die Diskussionsbeiträge gingen in ihrer Qualität von "oh, eine interessante Sichtweise, muss ich mir noch durch den Kopf gehen lassen" zu "nicht im Ernst, oder?" (Stichwort: "als Frau will man ja einen männlichen Mann, also einen, der eine Waschmaschine reparieren kann")
  • und natürlich: Benecke, der mal wieder durch seine quirlig-ADHSige Art einfach grandios war und nebst dem Darstellen eines wirklich spannenden Kriminalfalls noch Exkurse zu Themen wie "Gerechtigkeitsglaube" hinlegte
Ansonsten - was auch zu jedem Festival dazugehört - Zeltplatz-Rumhängen, Rumalbern (z.B. die Texte aus billigen Tittenheften vorlesen: "die gelbe Frucht ist echt eine Wucht"), Grillen, gute Gespräche führen.

Kam auch dementsprechend so erholt und mit so vielen Schreibideen nach Heidelberg zurück. Und wurde etwas sehr vom Alltagstrott überfahren.

Freitag, 11. Mai 2012

Kriegerin

Manche Filme sind in dem, was sie darstellen, gleichzeitig so unfassbar und so realistisch, dass sie einem fast schon physisch weh tun.
Einer davon ist Kriegerin von David Wnendt.

Dienstag, 8. Mai 2012

Support your (local) artist

"Euch geht es doch nur darum, alles kostenlos im Internet zu schnorren!"

Samstag, 7. April 2012

Unsicherheit

Mit reichlich Verspätung (da ich am eigenen Leib die Auswirkungen von Zahnschmerzen auf die kognitive Leistungsfähigkeit untersuchen durfte), hier mein aktueller Filmtipp:

Montag, 5. März 2012

Eine erfreuliche Ausnahme

In einem Post habe ich mich darüber ausgelassen, wie sehr mich die Themen Liebe und Beziehungen in Literatur, Musik und Film stören.

Nun habe ich gestern im Kino einen Film gesehen, der eine erfreulich Ausnahme darstellt. Der Film heißt "Glück". Und handelt vordergründig von einer Liebesbeziehung.
Dennoch fand ich den Film toll und sehenswert.

Weil er sich durch den sorgfältig gestalteten Plot (der viel mit Symbolik arbeitet und sich an Tschechows Maxime "Man kann kein Gewehr auf die Bühne stellen, wenn niemand die Absicht hat, einen Schuss daraus abzugeben" hält), die aufwendige Bildsprache (ich mag es, wenn Filme die Geduld und den Mut haben, eine Einstellung auch länger zu halten) und das Facettenreichtum in der Zeichnung der Protagonisten von den üblichen Hollywood-Schnulzen unterschied.

Weil es eben hintergründig um viel mehr ging, als nur Liebe, nämlich um die große Frage, was Glück eigentlich ist, diverse gesellschaftliche Fragestellungen (illegale Einwanderung, Obdachlosigkeit, Prostitution) und das Beleuchten der unterschiedlichsten menschlichen Interaktionen, sowie auch der Frage, inwiefern ein Mensch sich wandeln kann.

Weil die dargestellte Beziehung nicht nur auf dem Austauch von ein paar Komplimenten und Nettigkeiten und der physischen Attraktivität basiert.

 Ein guter Film zeigt einen Ausschnitt des Lebens und sagt damit etwas. Und das schafft dieser Film.

Montag, 27. Februar 2012

Thematische Vielfalt. Oder nicht?

Es gibt eine Sache, die nervt mich schon seit... seit dem Alter, wo ich aufgehört habe, die typischen Kinder- und Jugendbücher zu lesen, und angefangen habe, mich in der großen, weiten Welt der Weltliteratur (oder, wie ich es da wohl gesagt hätte, der "Erwachsenenliteratur") umzusehen.

Ein irrsinnig großer Anteil handelt von Liebe und Beziehungskisten. In erster Linie sogar nur von Beziehungskisten. Verzeiht mir die flapsige Wotwahl, aber anders kann ich den so ausgelutschten Plot von "schlauer Professor Mitte 40 hat eine Frau (auch Mitte 40), mit der er lange verheiratet ist, und zwei Kinder, verliebt sich aber in junge Studentin/Sekretärin/Kellnerin, fäng eine Affäre an, hin- und hergerissen, wagt zum Schluss doch den Sprung in die vermeintliche/angebliche Freiheit" nicht beschreiben.

Ich will es ja nicht leugnen, der Themenkomplex  von Liebe und Partnerschaft spielt im Leben der meisten, wenn nicht sogar aller Menschen eine große Rolle. Aber einerseits, so tut das Essen, die Körperhygiene und der Schlaf. Dennoch gibt es vergleichbar wenige literarische Werke, die sich in akribischem Detail der Nahrungszubereitung und -aufnahme widmen, kaum Oden an das Duschen und unter "Bettgeschichten" versteht man auch nicht gerade die verzweifelten Versuche eines Bankangestellten einzuschlafen.

Andererseits - nur weil es eine große Rolle spielt, heißt es nicht, dass es keine weiteren Themen und Emotionen gibt, die den Menschen bewegen.
Und ja, mir ist klar, dass künstlerische Schaffenskrisen oder die Stolpersteine des Politik-Machens Fragen sind, die bei weitem nicht alle Menschen betreffen und zu denen also auch nur wenige Zugang haben. Aber wie sieht es mit so Sachen, wie dem Ablösungskonflikt von den Eltern oder der Angst vor dem Älter-Werden aus? Die ewige "wer bin ich?" Frage?

Stattdessen, wohin man schaut: Filme, Songtexte, Lyrik, Romane, die alle von unerwiderter Liebe oder Treueschwüren oder Beziehungsporträts handeln.
Es nervt.

Montag, 20. Februar 2012

Allein unter Menschen

Gerade "Last Days" von Gus van Sant gesehen.
Wäre es ein Buch , könnte man von einem Schlüsselroman sprechen, d.h. die Figuren basieren auf real existiert habenden Personen, tragen aber andere Namen und auch die Handlung ist keine Dokumentation, sondern eine freie Interpretation.

Es geht um die letzten Tage von Kurt Cobain und endet mit seinem Selbstmord.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Nichts für Menschen mit schwachen Nerven und viel Empathie

Mein nächster Filmtipp: "Allein" von Thomas Durchschlag.

Es geht (mal wieder) um psychische Krankheit und ihre Auswirkungen auf das menschliche Miteinander.
Mehr will ich nicht erzählen, um nicht zu spoilern.

Was sehr toll ist, ist die kühle, nüchterne Art des Films, der eben nicht vor Mitleid und Schuldzuweisungen trieft, sondern eben eine Geschichte detailliert und facettenreich erzählt und einem selbst die Entscheidung überlässt, wie man anlässlich des Gesehenen empfinden möchte.

Sonntag, 12. Februar 2012

Just sayin'

"Die Summe meiner einzelnen Teile" ist ein toller Film. Wenn man sich durch Empathie in den Bann eines Kunstwerks ziehen lassen kann - dann sollte man diese Möglichkeit dazu nicht verpassen.