Wieso müssen Menschen so verdammt kompliziert sein?
Normalerweise fällt dieser Satz in Bezug auf Beziehungen (im Sinne von "Liebesbeziehung"), aber das meine ich nicht einmal. Da hat uns die Evolution ja immerhin mit so nützlichen Sachen wie Instinkten ausgestattet, die einem verraten, was man wann tun sollte.
Nein, ich meine das weite Feld von Bekanntschaften und Freundschaften. Ab wann kann man von einer Freundschaft sprechen? Was ist, wenn eine Person einem zwar sehr tiefe Gefühle und Gedanken anvertraut (für mich ein großes Kriterium der Freundschaft), aber ansonsten schroff und abweisend ist; was ist wenn man einen großen Teil der Freizeit (freiwillig!) mit einer Person verbringt, aber kaum über tiefe Gefühle/Probleme spricht...
Und mein größtes Dilemma - verbale Streicheleinheiten. Ihr wisst schon, so Aussagen, wie "Ich habe dich vermisst", "War echt schön, mal wieder mit dir zu reden", Komplimente. Alles Sachen, die man auch so meint, aber irgendwie Hemmungen hat, der Person zu sagen, außer man will signalisieren, dass man eine gewisse Sympathie für die Person emfindet (und noch einmal zur Klarstellung: es geht um ein Mögen im platonischen Sinn, sobald eine erotische Komponente dazu kommt, ist ja alles ganz einfach, man wirft sein instinktives Flirt-Programm an).
Wenn man auf diese "Streicheleinheiten" gänzlich verzichtet, steht man als gefühlloses Wesen, zu dem man keine tiefere Freundschaft aufbauen kann, da. Wenn man sie aber einsetzt und es kommt keine Gegen-Geste... autsch
Wie gesagt - müssen Menschen so kompliziert sein...?
Sonntag, 7. Februar 2010
Freitag, 29. Januar 2010
Ich sollte ja eigentlich lernen...
Meine Graphomanie hat wieder mal zugeschlagen. Und Graphomanie gekoppelt mit einem Schub von Misanthropie kann nichts Gutes mit sich bringen.
Deswegen werdet ihr mit dem Produkt meines auf dem Fensterbrett-Sitzens gequält:
Humans are
Unreliable,
So predictable,
When they can they will
Shake their head
And walk away.
The program of their empathy
Cannot really compile me.
All they see is their own world
With no place for all things absurd.
I see all cogs inside your brain,
All you see is that I'm insane.
Tell me, am I human...
Humans are
(...)
I can dive into your mind
And find out how you feel inside,
But what I am you'll never know
For that is something I don't show.
You see me talk and laugh and grin,
Oblivious of the abyss within.
Tell me, am I human...
P.S. Nein, ich plane keinen Amoklauf. Ich wollte nur mal ein Gedankenspiel rüberbringen.
Deswegen werdet ihr mit dem Produkt meines auf dem Fensterbrett-Sitzens gequält:
Humans are
Unreliable,
So predictable,
When they can they will
Shake their head
And walk away.
The program of their empathy
Cannot really compile me.
All they see is their own world
With no place for all things absurd.
I see all cogs inside your brain,
All you see is that I'm insane.
Tell me, am I human...
Humans are
(...)
I can dive into your mind
And find out how you feel inside,
But what I am you'll never know
For that is something I don't show.
You see me talk and laugh and grin,
Oblivious of the abyss within.
Tell me, am I human...
P.S. Nein, ich plane keinen Amoklauf. Ich wollte nur mal ein Gedankenspiel rüberbringen.
Dienstag, 22. Dezember 2009
Ab nach Moskau
So, in 2 Stunden fahr ich ganz dekadent (sprich: meine Eltern haben mich telefonisch dazu genötigt) mit dem Taxi zum Bahnhof, von da zum Flughafen und von da geht es ab nach Moskau.
Es ist doch ein seltsames Gefühl, wenn der Koffer schon gepackt ist, die Reisekleidung auf der Stuhllehne hängt und die Pässe in der Tasche verstaut sind, man selbst sitzt aber noch da, hört Musik und will einserseits nun endlich los, damit die Warterei aufhört, aber andererseits will man doch nicht fort.
So wie nach dem Abi - man darf und will endlich fort von der öden Schule und den ganzen Spießern, aber auf einmal fällt einem ein, dass man damit die öde Schule und die ganzen Spießer auch tatsächlich und endgültig hinter sich lässt (OMFG - ich muss schon tief gesunken sein, um die abgedroschene nach-Abi-Loslassen-können-Metapher zu bringen; zu meiner Verteidigung - es ist kurz vor 2 Uhr nachts).
Das Schneechaos hier in HD ist aber deutlich weniger schlimm, als ich es erwartet habe. Ganz ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, dass ein Großteil des "Winterchaos" von den ganzen Leuten, die über das Winterchaos jammern, verursacht ist.
Es ist doch ein seltsames Gefühl, wenn der Koffer schon gepackt ist, die Reisekleidung auf der Stuhllehne hängt und die Pässe in der Tasche verstaut sind, man selbst sitzt aber noch da, hört Musik und will einserseits nun endlich los, damit die Warterei aufhört, aber andererseits will man doch nicht fort.
So wie nach dem Abi - man darf und will endlich fort von der öden Schule und den ganzen Spießern, aber auf einmal fällt einem ein, dass man damit die öde Schule und die ganzen Spießer auch tatsächlich und endgültig hinter sich lässt (OMFG - ich muss schon tief gesunken sein, um die abgedroschene nach-Abi-Loslassen-können-Metapher zu bringen; zu meiner Verteidigung - es ist kurz vor 2 Uhr nachts).
Das Schneechaos hier in HD ist aber deutlich weniger schlimm, als ich es erwartet habe. Ganz ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, dass ein Großteil des "Winterchaos" von den ganzen Leuten, die über das Winterchaos jammern, verursacht ist.
Montag, 14. Dezember 2009
Traumdeutung lässt grüßen
Wisst ihr, was ein scheußlicher Traum ist?
Nein, ich meine nicht fünfäugige Monster, tollwütige Hunde oder Axtmörder.
Das, was ich meine, ist - man träumt, dass man sich mit einer Person, der man irgendwann mal sehr weh getan hat, versöhnt hat - und dann wacht man auf und sieht ein, dass dem nicht so ist.
Tja, so ist das Leben.
Nein, ich meine nicht fünfäugige Monster, tollwütige Hunde oder Axtmörder.
Das, was ich meine, ist - man träumt, dass man sich mit einer Person, der man irgendwann mal sehr weh getan hat, versöhnt hat - und dann wacht man auf und sieht ein, dass dem nicht so ist.
Tja, so ist das Leben.
Sonntag, 22. November 2009
Vom Nutzen der Demos
Am 21.11. war ich zum ersten Mal richtig in Stuttgart. Dort war nämlich eine Demo des Bildungsstreiks. Und ich hatte am nächsten Tag angenehmen Muskelkater. Vom Schwenken und Herumtragen einer Piratenpartei-Fahne. Und ich hatte das Gefühl, doch nicht komplett sozial unfähig zu sein. Denn ich habe viel mit den anderen Heidelberger Piraten gequatscht und habe neue Leute kennen gelernt, die auch mit mir reden wollten.
Klar, Demos sind vor allem dazu da, für seine Meinungen, Grundsätze und politischen Forderungen gerade zu stehen- und dazu gehe ich auch hin. Aber positive Nebeneffekte haben sie auch noch.
Klar, Demos sind vor allem dazu da, für seine Meinungen, Grundsätze und politischen Forderungen gerade zu stehen- und dazu gehe ich auch hin. Aber positive Nebeneffekte haben sie auch noch.
Sonntag, 15. November 2009
Ironie
Habe vor ein paar Tagen eine neue Definition von Ironie gesehen:
An ein absolut baufälliges verlassenes Studentenwohnheim das große Plakat "Dem lebendigen Geist" mit der Unterschrift MLP zu hängen. (Für alle, die es nicht wissen - MLP ist eine große Finanzdienstleistungfirma, die eine Werbekampagne der Uni hier gesponsort hat)
An ein absolut baufälliges verlassenes Studentenwohnheim das große Plakat "Dem lebendigen Geist" mit der Unterschrift MLP zu hängen. (Für alle, die es nicht wissen - MLP ist eine große Finanzdienstleistungfirma, die eine Werbekampagne der Uni hier gesponsort hat)
Mittwoch, 4. November 2009
Bildungsstreik
Wieder was gelernt: Am Abend Revolution machen und am nächsten Morgen um 8 in der Vorlesung zu sitzen, ist anstrengend.
Und - Plena darüber, wie man die Organisation der Organisation organisieren sollte, dämpfen den Tatendrang enorm.
Aber die Forderungen des Bildungsstreiks begeistern immer wieder - vor allem wenn man mal anfängt, sich Gedanken über das Hochschulsystem zu machen, merkt man, wie viel da schief läuft.
Und - Plena darüber, wie man die Organisation der Organisation organisieren sollte, dämpfen den Tatendrang enorm.
Aber die Forderungen des Bildungsstreiks begeistern immer wieder - vor allem wenn man mal anfängt, sich Gedanken über das Hochschulsystem zu machen, merkt man, wie viel da schief läuft.
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