Etwas, was mir schon eine Weile auf der Seele liegt:
Ich habe Freunde. Und Bekannte. Und die meisten von ihnen bewegen sich alterstechnisch zwischen 20 und 32. Und mit ihnen rede ich, gerne auch lange und ausführlich, über alles Mögliche, denn dafür sind Freunde (und Bekannte) da.
Und dabei kommen zwei Sachen oft zur Sprache.
Einerseits, eine starke Nostalgie in Bezug auf die Zeit als Jugendlicher. Remineszenzen der eigenen "wilden Party-Zeit", Erinnern an Video- und Computelspiele und Festivals und Musik und Filme, die man lieb gewonnen hatte. Das allgemeine "Ach, damals...".
Andererseits (meistens wenn das Gespräch länger und dadurch auch tiefer geht), eine Mischung aus Angst und Enttäuschung über sich selbst, da man es bisher im Leben (hier könnte auch Kunst, Literatur, Musik, Wissenschaft, Politik, Beruf stehen) nicht so weit gebracht hat. Nicht so weit? - wie man es sich erhofft hat, wie man es sich ausgemalt hat, wie man es eigentlich haben sollte, wie es in dem Alter bereits getan hat.
Dabei möchte ich mich da keineswegs ausschließen. Diese beiden Themen beschäftigen mich auch oft und ausgiebig und ich bringe das auch gerne mal in Gesprächen an. Deswegen spreche ich auch von "wir".
Aber mal im Ernst: was zum Teufel ist mit uns los!
Wir sind Anfang-/Mitt-/End-Zwanziger (die Anfang-Dreißiger zähle ich ob ihrer jugendlichen Ausstrahlung auch einfach mal zu den End-Zwanzigern). Wir haben noch gute 50 Jahre Lebenszeit vor uns. Wieso scheint uns alle das Gefühl zu belagern, dass unser Leben schon so gut wie beendet ist?
Du vermisst die Saufgelage deiner Jugendzeit mit Gesprächen über Gott und die Welt? Kauf ein paar Flaschen Wein und ab zur Neckarwiese mit ein paar Leuten! Wer hindert dich daran?
Du schwärmst von den Festivals, wo du vor 5 Jahren tolle Momente erlebt hast? Das Geld für die Karte für den kommenden Sommer wirst du doch wohl zusammenkratzen können (und ein Zelt kann ich notfalls leihen)!
Du sagst, dass $berühmterMusiker in deinem Alter schon zwei Alben veröffentlicht hatte? Da steht die Gitarre, da liegt der Schreibblock.
Klar, Kreativitätskrisen kennt jeder (der ernsthaft kreativ ist) und wenn man selbstständig einen Haushalt schmeißt und sich sein Geld verdienen muss, bleibt auch weniger Freizeit. Aber so zu tun, als würde das eigentliche Leben nur zwischen 14 (alt genug zum Vögeln) und 21 (da greift schon das Erwachsenenstrafrecht und man gilt nicht mehr als Heranwachsender) stattfinden und dann 50-60 Jahre in einem nicht enden wollenden Abspann verleben, sich freiwillig auf das Abstellgleis zu begeben...
Is this the best we can do?
Ich habe Freunde. Und Bekannte. Und die meisten von ihnen bewegen sich alterstechnisch zwischen 20 und 32. Und mit ihnen rede ich, gerne auch lange und ausführlich, über alles Mögliche, denn dafür sind Freunde (und Bekannte) da.
Und dabei kommen zwei Sachen oft zur Sprache.
Einerseits, eine starke Nostalgie in Bezug auf die Zeit als Jugendlicher. Remineszenzen der eigenen "wilden Party-Zeit", Erinnern an Video- und Computelspiele und Festivals und Musik und Filme, die man lieb gewonnen hatte. Das allgemeine "Ach, damals...".
Andererseits (meistens wenn das Gespräch länger und dadurch auch tiefer geht), eine Mischung aus Angst und Enttäuschung über sich selbst, da man es bisher im Leben (hier könnte auch Kunst, Literatur, Musik, Wissenschaft, Politik, Beruf stehen) nicht so weit gebracht hat. Nicht so weit? - wie man es sich erhofft hat, wie man es sich ausgemalt hat, wie man es eigentlich haben sollte, wie
Dabei möchte ich mich da keineswegs ausschließen. Diese beiden Themen beschäftigen mich auch oft und ausgiebig und ich bringe das auch gerne mal in Gesprächen an. Deswegen spreche ich auch von "wir".
Aber mal im Ernst: was zum Teufel ist mit uns los!
Wir sind Anfang-/Mitt-/End-Zwanziger (die Anfang-Dreißiger zähle ich ob ihrer jugendlichen Ausstrahlung auch einfach mal zu den End-Zwanzigern). Wir haben noch gute 50 Jahre Lebenszeit vor uns. Wieso scheint uns alle das Gefühl zu belagern, dass unser Leben schon so gut wie beendet ist?
Du vermisst die Saufgelage deiner Jugendzeit mit Gesprächen über Gott und die Welt? Kauf ein paar Flaschen Wein und ab zur Neckarwiese mit ein paar Leuten! Wer hindert dich daran?
Du schwärmst von den Festivals, wo du vor 5 Jahren tolle Momente erlebt hast? Das Geld für die Karte für den kommenden Sommer wirst du doch wohl zusammenkratzen können (und ein Zelt kann ich notfalls leihen)!
Du sagst, dass $berühmterMusiker
Klar, Kreativitätskrisen kennt jeder (der ernsthaft kreativ ist) und wenn man selbstständig einen Haushalt schmeißt und sich sein Geld verdienen muss, bleibt auch weniger Freizeit. Aber so zu tun, als würde das eigentliche Leben nur zwischen 14 (alt genug zum Vögeln) und 21 (da greift schon das Erwachsenenstrafrecht und man gilt nicht mehr als Heranwachsender) stattfinden und dann 50-60 Jahre in einem nicht enden wollenden Abspann verleben, sich freiwillig auf das Abstellgleis zu begeben...
Is this the best we can do?
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenSchöne Beitrag, gefällt mir. Sollte ich mir vielleicht zu Herzen nehmen.
AntwortenLöschenJuchu, ich muss mich in meiner Neugier nicht mehr damit quälen, was da wohl stand, bevor es vom Autor gelöscht wurde.
AntwortenLöschenUnd - danke.
Ohh zuvor stand da etwas anderes, dann hab ich aber feststellen müssen, dass es dumm war und hab es ausradiert.
AntwortenLöschenIch kann mir gut vorstellen, dass sich wegen dieses Blogposts gewisse Dickhäuter wie gewisse Beuteltiere vorkommen könnten...
AntwortenLöschenhnk,
T.
Endlich lese ich das aus den Händen von jemand anderem entspringend, statt nur aus meinem Munde quellend.
AntwortenLöschenNichts hinzuzufügen.